
Voigtländer Bessamatic CS
Blick auf den Zentralverschluss und das Bajonett der Firma Deckel. Die offizielle Bezeichnung dieses Anschlusses lautet „DKL“-Bajonett, oft auch als „Deutsches Einheitsbajonett“ bezeichnet. Einige namhafte Kamerahersteller verwendeten dieses System – allerdings modifizierten sie es leider jeweils durch kleine mechanische Veränderungen, sodass ein herstellerübergreifender Austausch der Objektive untereinander nicht ohne Weiteres möglich ist.

Voigtländer Bessamatic CS
Das Skoparex 3,4 35mm war das stärkste Weitwinkel aus dem Hause Voigtländer für die Bessamatic.

Voigtländer Bessamatic CS
Leider besitze ich noch kein Dynarex 3,4/90mm oder Dynarex 4,8/100mm. Dadurch gibt es eine kleine Lücke in meinem Objektivpark, da auf das Septon 2,0/50mm direkt die Brennweite von 135mm folgt: das Super Dynarex 4,0/135mm. Ein wirklich kleines, aber feines Objektiv!

Voigtländer Bessamatic CS
Ein Nahlinse - Voigtländer nannte diese "Focar" an einem Voigtländer Septon 2,0/50mm (ein grandioses Objektiv!) adaptiert.

Voigtländer Bessamatic CS
Das weitwinkeligste Objektiv der Serie – eigentlich für den DKL-Anschluss der Kodak Retina Reflex III und S hergestellt. Durch einen kleinen, unkomplizierten Eingriff am Bajonett könnt ihr dieses Objektiv jedoch ohne jede Einschränkung auch an den Voigtländer Bessamatic-Modellen verwenden.

Voigtländer Bessamatic CS
Meine absolute Empfehlung – dieses Objektiv solltet ihr euch für eure Bessamatic auf jeden Fall leisten: das Septon 2,0/50mm. Ein absoluter Traum von einem Objektiv!

Voigtländer Bessamatic CS
Mein längstes Teleobjektiv für die Bessamatic: das Voigtländer Super-Dynarex 4,0/200mm. Voigtländer bot damals zwar noch ein Super-Dynarex 5,6/350mm an, aber leider wurde ich bei Online-Auktionen bisher immer im letzten Moment überboten, sodass dieses seltene Objektiv noch nicht bei mir eingezogen ist.

Voigtländer Bessamatic CS
Dieses Bild wurde mit einem Voigtländer 4/135mm mit einem Focar D aufgenommen. diese Kombination adaptierte ich für dieses Fotos an eine Sony A7III.

Voigtländer Bessamatic und Objektive für die Kodak Retina Reflex
Ich fotografiere unheimlich gerne mit meinen Voigtländer Bessamatic-Kameras. Zudem adaptiere ich deren Objektive auch oft an meine Sony A7III – insbesondere das legendäre Septon 2,0/50mm hat es mir angetan. Leider bot Voigtländer damals als kürzeste Brennweite lediglich ein 35mm-Weitwinkel an. Ganz anders sah es bei Kodak für die Retina Reflex aus: Hier gab es beispielsweise das Eurygon 2,8/30mm von Rodenstock oder das Curtagon 4/28mm von Schneider-Kreuznach. Beide Kamerasysteme (und auch einige andere Hersteller) verwendeten das von der deutschen Firma Deckel aus München entwickelte Compur-Bajonett, besser bekannt als „Deutsches Einheitsbajonett“ (DKL). Leider ist es im Werkszustand nicht möglich, die verschiedenen Objektive herstellerübergreifend zu tauschen. Die Hersteller haben auf der Kameraseite jeweils kleine Modifikationen eingebaut, die einen direkten Austausch der Objektive zwischen den Systemen konstruktionsbedingt blockieren. Um die hervorragenden Kodak Retina Reflex-Objektive dennoch an den Voigtländer Bessamatic-Kameras verwenden zu können, ist ein kleiner „chirurgischer“ Eingriff am Objektivbajonett notwendig, den ich euch im Video zeige. Dabei muss lediglich ein winziges Stück Metall vom Bajonettring abgefräst werden. Mein Sohn Julian hat diese Operation für mich durchgeführt. Es ist wirklich ganz einfach – traut euch ruhig heran und genießt eine Vielzahl neuer, spannender Objektive an eurer Voigtländer Bessamatic!
Hier geht’s zur deutschen Version des Videos:
Hier geht’s zur englischen Version des Videos:
Hier seht ihr, wo die Einkerbung eingefräst werden muss. Nach meinen Erfahrungen kommt es dabei nicht auf den Millimeter drauf an!











