

Canon EF 3,5-4,5 50-200mm
Schätzchen aus der Frühzeit des EOS-Systems: Das Canon EF 50-200mm f/3.5-4.5
Wenn wir über die ersten Zoomobjektive für das 1987 eingeführte Canon EOS-System sprechen, fällt der Blick meist schnell auf dieses interessante Stück Technik: das Canon EF 50-200mm f/3.5-4.5. Auf den Markt gekommen im Dezember 1987, gehört es zu den absoluten Pionieren der EF-Objektive und deckt einen äußerst praktischen Brennweitenbereich ab, der vom klassischen Porträt- bis in das solide Telebereich reicht.
Konstruiert ist es als klassisches Schiebezoom („Pumper“), bei dem Brennweite und Fokus über denselben Ring gesteuert werden – ein Design, das heute selten geworden ist, aber eine sehr intuitive Bedienung erlaubt. Im Inneren arbeitet ein AFD-Motor (Arc-Form Drive) für den Autofokus, und das Objektiv verfügt über eine mechanische Entfernungsskala.
Optischer Aufbau & Technische Daten
Für ein Consumer-Objektiv der späten 1980er Jahre besaß das Standard-Modell einen durchaus ambitionierten optischen Aufbau:
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Optischer Aufbau: 16 Linsen in 13 Gruppen
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Anzahl der Blendenlamellen: 8 (was für ein schönes, relativ rundes Bokeh sorgt)
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Kleinste Blende: f/22 – f/32 (je nach Brennweite)
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Naheinstellgrenze: 1,2 Meter (über den gesamten Brennweitenbereich)
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Maximaler Abbildungsmaßstab: 1:4,2 (bei 200 mm)
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Filterdurchmesser: 58 mm
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Gewicht: ca. 690 g
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Der legendäre Zwilling: Die L-Variante
Was viele heute nicht mehr wissen: Canon brachte im Juni 1988 – nur wenige Monate nach der Standardversion – eine optisch stark aufgewertete Edel-Variante heraus: das Canon EF 50-200mm f/3.5-4.5 L.
Äußerlich fast identisch und ebenfalls in Schwarz gehalten (nicht im heutigen L-Typischen Off-White), trug es den legendären roten Ring an der Front. Der entscheidende Unterschied lag im optischen Aufbau (16 Linsen in 14 Gruppen): Canon integrierte hier eine Fluorit-Linse sowie zwei UD-Glaselemente (Ultra-low Dispersion). Diese Version eliminierte chromatische Aberrationen fast vollständig und lieferte eine knackscharfe Abbildungsleistung, die selbst an modernen hochauflösenden Sensoren noch erstaunlich gut performt. Wer heute ein gut erhaltenes Exemplar der seltenen L-Variante erwischt, besitzt ein echtes Sammlerstück mit hervorragenden optischen Eigenschaften.
200mm - f5,6
Dieses Objektiv erblickte 1988 das Licht der Welt. Es besteht aus 16 Linsen, die in 13 Gruppen angeordnet sind.

200mm - f5,6
Max. Vergrößerung x 0,23

200mm - f5,6
Die kleinste Blende ist 29; insgesamt wurden 8 Blendenlamellen verbaut

200mm - f5,6
Auch bei Blende 5,6 bietet das Objektiv eine sehr ansprechende Leistung

50mm - f5,6
Eine Gegenlichtblende habe ich leider nicht zur Verfügung gehabt

100mm - f5,6
Das Objektiv nimmt 58mm Einschraubfilter auf

200mm - f5,6
Hier ein Vergleich zwischen Blende 5,6...

100mm - f4,5
Die Länge beträgt 146,4mm bei einem Durchmesser von 75,6mm

200mm - f5,6
Das Objektiv bringt 690g auf die Waage

50mm - f5,6
Ein ungewöhnlicher, aber sehr praktischer, Brennweitenbereich!

200mm - f11
Als "L" - Variante könnte ich mich glatt in dieses Objektiv verlieben

50mm - f3,5
Bei voller Blendenöffnung verlieren die Bildecken deutlich an Leistung

200mm - f11
Die Schärfe kann sich auch bei 200mm und abgeblendet sehen lassen!

200mm - f11
...und Blende 11 bei 200mm
