Minolta 9xi
Die Minolta Dynax 9xi (in den USA als Minolta Maxxum 9xi und in Japan als Minolta α-9xi bekannt) ist eine professionelle Autofokus-Spiegelreflexkamera für Kleinbildfilm (35mm), die im Juni 1992 vorgestellt wurde. Sie löste die Minolta 9000 aus dem Jahr 1985 als Spitzenmodell der Autofokus-SLR-Kameras ab. Das „xi“ in der Modellbezeichnung steht für „eXpert Intelligence“. Es soll verdeutlichen, dass die zugrundeliegenden Technologien auf dem Fachwissen von Profifotografen basieren. Zu den Neuerungen der xi-Generation zählte unter anderem die Verwendung von Fuzzy-Logic in den Kameraprogrammen sowie zusätzliche Automatikfunktionen. So wurden beispielsweise einige der neuen xi-Objektive mit einem Motorzoom ausgestattet. Ein Motorzoom ist für mich allerdings kein Merkmal für professionelle Fotografie, sondern – gerade in Verbindung mit einer Profikamera wie dieser – eher hinderlich. Ein Fotograf möchte die Brennweite mit Feingefühl manuell einstellen, was mit den mir bekannten xi-Motorzoomobjektiven schlicht unmöglich ist. Weitere echte Innovationen der Kamera sind das transparente LCD-Grafikdisplay unter der Sucherscheibe, das Statusinformationen direkt in das Sucherbild einblenden kann, sowie die Bedienung über zwei Einstellräder, wie man sie bereits von der Canon EOS-Reihe kannte.

Minolta AF 4,0-4,5 28-135mm
Von diesem Objektiv hatte ich viele positive Berichte über die optische Qualität gehört. Leider ist die Mechanik doch recht anfällig. Drei ineinander verbaute Metalltuben bilden das Grundgerüst des mit 16 Linsen ausgestatteten Objektivs. Und genau diese Metalltuben stellen häufiger ein Problem dar: Durch Stöße, Schläge gegen den Tubus oder andere Unfälle können sie ihren Halt und ihre Präzision eingebüßt haben.
Zu den weiteren Schwächen gehören eine gewisse Flare-Anfälligkeit, chromatische Aberrationen (CAs bzw. Farbquerfehler, bei denen Licht unterschiedlicher Wellenlängen verschieden stark gebrochen wird) und Überstrahlungen bei harten Kontrasten zwischen Hell und Dunkel. Zur Steigerung der Bildschärfe ist zudem ein Abblenden auf Blende 8 bis 11 erforderlich.
Trotzdem verwende ich dieses Objektiv gerne, wenn ich mit leichtem Gepäck unterwegs sein möchte oder bei unproblematischen Lichtverhältnissen Lost Places im Innenraum fotografiere. Auch an meiner Sony A7 III verwende ich dieses Objektiv gerne mithilfe des Sony LA-EA4-Adapters. Der Autofokus sitzt meist perfekt und ist ausreichend schnell; Verzeichnungen lassen sich in der Nachbearbeitung (eine RAW-Datei vorausgesetzt) leicht beheben.

Minolta 9xi
AF-System: Minoltas Phasendetektionssystem durch die Linse (TTL) mit vier CCD-Sensoren; aktiviert durch Eye-Start; mehrdimensionale prädiktive Fokussteuerung; eingebauter AF-Strahler, der bei schlechten Lichtverhältnissen oder geringem Kontrast automatisch aktiviert wird; AF-Empfindlichkeitsbereich: EV −1 bis 19 (bei ISO100)
Messung: TTL-Typ; 14-Segment-Silizium-Fotozelle mit Wabenmuster (SPC), die automatisch durch Eye-Start aktiviert wird; zweite SPC für die TTL-Blitzmessung eines dedizierten Blitzgeräts; Bereich: Wabenmuster EV 0–20, mittig gewichtetes durchschnittliches EV 0–20, Spot EV 3–20 (ISO100, 50 mm f1.4 Linse)
Verschluss: elektronisch gesteuerter Typ mit vertikaler Traverse und Brennebene; automatische Verschlusszeiten: in den Modi "P" und "A" stufenlos 1/12000 bis 30 Sekunden, wobei der nächste Halbstopp angezeigt wird;
manuelle Verschlusszeiten: im "S"- und "M"-Modus 1/12000 bis 30 Sekunden in Schritten von 1/2-Stopp plus BULB im M-Modus; x-sync Verschlusszeit: 1/300 Sekunde; X-Sync-Verschlusszeit im drahtlosen / Remote-Blitzmodus: 1/60
Sucher: Festes Pentaprisma auf Augenhöhe mit 92% des vertikalen und 94% des horizontalen Sichtfelds; Vergrößerung: 0,75 × mit 50 mm Linse im Unendlichen; transparenter LCD-Bildschirm und Akut-Matt-Bildschirm; Dioptrien: –2,5 bis +0,5 einstellbar; langer Augenabstand.
Matscheibe: veränderbar in einer autorisierten Minolta-Serviceeinrichtung; Typ L (mattes Feld mit Gitter) oder Typ S (mattes Feld mit vertikal-horizontalen Skalen)
Filmempfindlichkeitsbereich: Automatische Bereich: ISO 25-5000 in 1/3-Schritten; manueller Bereich: ISO 6-6400 in Schritten von 1/3-Stopp
Batterie: 6-Volt-2CR5-Lithiumbatterie
Batterieleistung Ungefähr 50 KB-Filme (basierend auf der Standardtestmethode von Minolta unter Verwendung von Filmen mit 24 Belichtungen)
Abmessungen: 6 7/16 × 3 7/8 × 2 1/2 Zoll (163 × 98,5 × 64 mm)
Gewicht: 740 g (1 lb. 10 1/8 oz) ohne Objektiv und Batterie; Quartz Data Back-Modell: 755 g (1 lb. 10 5/8 oz) ohne Objektiv und Batterie
Technische Daten ohne Gewähr.

Minolta 9xi
Minolta macht auch Spaß!!














