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Infrarotfilme

Fotografie jenseits des Sichtbaren Als Infrarotfilm bezeichnet man einen fotografischen Film, der für den nahen infraroten Bereich des elektromagnetischen Spektrums sensibilisiert ist – in der Regel im Bereich zwischen 700 und 900 nm. Diese Filme wurden (und werden in geringerem Umfang noch) als Schwarz-Weiß-Negativfilme, Umkehrfilme oder Farbnegativfilme angeboten. Legendäre Vertreter waren der Kodak Professional High-Speed Infrared Film HIE 135-36 (SW) sowie der Kodak Ektachrome Infrared EIR (Farb-Dia). Neben industriellen und wissenschaftlichen Anwendungen fanden diese Filme vor allem in der künstlerischen Fotografie Verwendung, wo sie durch den charakteristischen „Wood-Effekt“ (die helle Wiedergabe von belaubten Bäumen) zu künstlerischem Ruhm gelangten.

Handhabung: Sämtliche Infrarotfilme sollten in völliger Dunkelheit verarbeitet werden. Das gilt insbesondere auch für das Einlegen des Films in die Kamera, da einige Emulsionen eine sehr dünne Lichthofschutzschicht besitzen oder die Kunststoffkassetten moderner Kameras nicht vollständig infrarotundurchlässig sind.

Aktuelle Verfügbarkeit: Zurzeit (Stand 2026) ist der Rollei Infrared 400 der Standard unter den verfügbaren Schwarz-Weiß-Infrarotfilmen. Er ist problemlos erhältlich und liefert hervorragende Ergebnisse.

Rollei Infrared 400

Der Rollei Infrared 400: Ein echter Allrounder Der Rollei Infrared 400 ist ein hochempfindlicher, hyperpanchromatischer Schwarzweißfilm, dessen spektrale Empfindlichkeit bis in den Infrarotbereich (Wellenlängen bis 820 nm) reicht. Mit einer Nennempfindlichkeit von ISO 200/24° bis 400/27° ist er äußerst flexibel einsetzbar. Seine 7,5 µm dünne, silberreiche Emulsion ist auf einen modernen, 100 µm dicken, glasklaren Polyesterträger gegossen, was ihm ein hohes Auflösungsvermögen bei feinstem Korn sowie eine beeindruckende Kantenschärfe verleiht.

Der Rollei Infrared kann sowohl für normale Schwarzweißaufnahmen als auch für Infrarot-Anwendungen genutzt werden. Er reagiert sehr ausgeprägt auf den jeweiligen Aufnahmefilter – bis hin zum klassischen Infrarot-Effekt. Um den besonderen „Wood-Effekt“ (die leuchtende Wiedergabe von belaubten Bäumen) zu erzielen, empfehlen wir Infrarotfilter mit 695 nm (89B) oder 715 nm (88A).

Filme mit erweiterter Rotempfindlichkeit

Neben den klassischen Infrarotfilmen gibt es Filme mit einer erweiterten Rotempfindlichkeit (unterhalb von 780 nm), die problemlos erhältlich sind:

  • Ilford SFX 200: Dieser Film bietet eine erweiterte Rotempfindlichkeit bis zu 740 nm (ISO 200/24°).

  • Rollei Superpan 200: Basierend auf Luftbildfilm-Technologie bietet dieser Film eine superpanchromatische Sensibilisierung bis zu 750 nm (ISO 200/24°). Ein deutlicher Infrarot-Effekt ist hier nur in Kombination mit einem entsprechenden Filter erzielbar, der das sichtbare Licht unterhalb von 715 nm blockiert (z. B. Heliopan RG 715).

  • Rollei Retro 80S - bis 750nm (ISO 100/21°)

  • Rollei Retro 400S - bis 730nm (ISO 400/27°)

​Datenblätter zum Download für dich, .pdf-Dateien!

Einen Film habe ich euch bislang verschwiegen. Leider wird dieser nicht mehr hergestellt, weshalb ich einige überlagerte Exemplare in einem Auktionshaus ersteigert habe: den legendären Kodak High Speed Infrared Film (HIE). Dieser ikonische Schwarzweißfilm zeichnet sich durch eine extreme spektrale Empfindlichkeit aus, die von ultraviolettem und sichtbarem Licht bis weit in den nahen Infrarotbereich bis ca. 900 nm reicht. Da ihm eine Lichthofschutzschicht (Anti-Halation Layer) völlig fehlt und er auf einem glasklaren Träger gegossen ist, erzeugt er bei hellen Bildteilen jenen weltberühmten, traumhaften Leuchteffekt (Blooming- bzw. Halo-Effekt), für den er in der künstlerischen Fotografie so geschätzt wird.

In der Galerie könnt ihr einige Bilder sehen, die ich mit diesem Film sowie mit dem Rollei Infrared 400 aufgenommen habe, belichtet entweder durch einen Dunkelrot- oder einen IR72-Infrarotfilter. Da der Kodak HIE extrem empfindlich ist und Licht sogar über die Filmlippe der Patrone in den Schichtträger hineinkriechen kann, muss er absolut vor Lichteinfall geschützt werden. Aus diesem Grund habe ich zusätzlich das Sichtfenster der Kamerarückwand mit dunklem Klebeband abgeklebt. Die Kameras, meine bewährten Modelle EOS 620, EOS 600 und EOS RT, habe ich bereits zu Hause in totaler Dunkelheit mit dem Filmmaterial bestückt und sie geschützt in einem Wechselsack transportiert. Entwickelt habe ich die Filme anschließend natürlich selbst im heimischen Fotolabor.

Kodak High Speed Infrared Film with IR72 Filter
Kodak High Speed Infrared Film with IR72 Filter
Kodak High Speed Infrared Film with IR72 Filter
Kodak High Speed Infrared Film with IR72 Filter
Kodak High Speed Infrared Film with IR72 Filter
Kodak High Speed Infrared Film with IR72 Filter
Rollei Infrared 400 Film with Hoya Red Filter Dark
Rollei Infrared 400 Film with Hoya Red Filter dark
Rollei Infrared 400 Film with Hoya Red Filter dark
Rollei Infrared 400 with IR72 Filter
Rollei Infrared 400 Film with Hoya Red Filter Dark
Rollei Infrared 400 Film with IR72 Filter
Rollei Infrared 400 Film with Hoya Red Filter Dark
Rollei Infrared 400 Film with Hoya Red Filter Dark
Rollei Infrared 400 Film with Hoya Red Filter Dark
Rollei Infrared 400 Film with Hoya Red Filter Dark
Rollei Infrared 400 Film with Hoya Red Filter Dark
Rollei Infrared 400 Film with Hoya Red Filter Dark
Rollei Infrared 400 Film with IR72 Filter
Rollei Infrared 400 Film with Hoya Red Filter Dark
Rollei Infrared 400 Film with IR72 Filter
Rollei Infrared 400 Film with IR72 Filter
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