
Farbnegativfilm
Farbnegativfilm am Beispiel von Kodak Portra
Ein entwickelter Farbnegativfilmstreifen – hier ein Kodak Portra.
Als Farbnegativfilm bezeichnet man ein fotografischen Material, das nach der Entwicklung (im weltweiten Standardprozess C-41) Helligkeitswerte und Farben genau umgekehrt, also in ihren Komplementärfarben, abbildet.
Ein typisches Erkennungsmerkmal von Farbnegativen ist zudem ihre markante orangefarbene Maskierung, die in der Emulsion integriert ist, um Farbfehler der Farbstoffe auszugleichen und die spätere Filterung beim Vergrößern oder Scannen zu optimieren.
Diese Tonwertumkehr ist die physikalische Grundlage des analogen „Negativ-Positiv-Verfahrens“: Erst in einem zweiten Schritt – sei es durch die klassische optische Ausbelichtung im Fotolabor auf Fotopapier oder durch das moderne Scannen und Invertieren – entsteht das finale, farbrichtige Positivbild. Aus einem einzigen Negativ lassen sich so beliebig viele Abzüge erstellen.
Die Besonderheit der Kodak Portra-Familie:
Der 1998 eingeführte und 2010 auf den neuesten Stand der Emulsionstechnik gebrachte Kodak Portra (erhältlich als Portra 160, 400 und 800) gilt unter Profis weltweit als das ultimative Arbeitstier. Er zeichnet sich durch das weltweit feinstes Korn seiner Empfindlichkeitsklasse, eine hervorragende Scaneigenschaft und eine unübertroffene, natürliche Wiedergabe von Hauttönen aus. Zudem besitzt er eine gigantische Belichtungsbreite (Exposure Latitude): Vor allem Überbelichtungen von zwei bis drei Blendenstufen steckt der Film mühelos weg, ohne dass die Zeichnung in den Lichtern abreißt.
Von einem solchen Farbnegativ lassen sich Vergrößerungen in unterschiedlichsten Formaten und Oberflächenstrukturen (klassisch in Matt, Seidenglanz/Luster oder Hochglanz) anfertigen. Zu den gängigsten Standardgrößen im Labor zählen (Angaben in cm):
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9x13 und 10x15: Die klassischen Formate für Fotoalben.
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13x18 und 20x30: Ideal für Porträts und kleinere Bilderrahmen.
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Großformate (30x45, 40x60, 60x90): Für beeindruckende Posterdrucke und Galerie-Ausstellungen.










