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Belgian Air Force Days 2026 - Canon EOS R5 and EF 4.5-5.6/100-400mm L IS II and Canon Extender 2x III


Belgian Air Force Day 2023 - click here for the english text


800mm am Limit: Das Canon EF 100-400mm L II mit 2x Extender an der EOS R5 im Härtetest


Flugshows gehören zu den anspruchsvollsten Umgebungen für Mensch und Material. Wenn Kampfjets mit Beinah-Schallgeschwindigkeit an einem vorbeischießen, entscheiden Millisekunden über das perfekte Bild. Für die Belgian Air Force Days 2026 auf der Air Base in Florennes habe ich mich für ein extremes und durchaus gewagtes Setup entschieden: Das legendäre Canon EF 100-400mm f/4.5-5.6L IS II USM kombiniert mit dem Canon Extender EF 2.0x III an der hochauflösenden Canon EOS R5.

Das bedeutet in der Praxis: Eine Brennweite von 200-800mm bei einer Offenblende von f/9 bis f/11. Ob dieses Setup den brutalen Anforderungen standhalten konnte und welche technischen Stolperfallen im Feld lauern, erfährst du in dieser ausführlichen Analyse.


Das Menschliche vorweg: Ein großes Danke an Florennes

Bevor wir in die nackten Zahlen eintauchen, ein Blick abseits der Startbahn. Ich habe das Event gemeinsam mit meiner Partnerin, einem ihrer Kinder und meinem jüngsten Sohn besucht. Die Organisation vor Ort war hervorragend, allerdings lag der Parkplatz gut 20 Minuten Fußweg vom eigentlichen Geschehen entfernt. Da meine Partnerin unter einer Gehbehinderung leidet, war dieser Weg für sie eine extreme, langwierige Qual.

Auf dem Rückweg erlebten wir eine zutiefst menschliche Geste: Ein Truppentransporter der belgischen Armee hielt unerwartet neben uns. Ein Soldat stieg aus und bot uns ganz selbstverständlich an, meine Partnerin und mich zum Parkplatz zu fahren. Als wir uns überschwänglich bedankten, meinte er nur, das sei doch völlig normal. Ein großes Lob an die Hilfsbereitschaft und Menschlichkeit der belgischen Truppen vor Ort!


Die optische Herausforderung: Warum 2x-Extender ein Wagnis sind

Das Vorschalten eines zweifachen Telekonverters ist in der Sport- und Mietfotografie immer ein optisches Pokerspiel. Ein Extender verdoppelt zwar die Brennweite, multipliziert aber gleichzeitig auch jeden Abbildungsfehler, jede chromatische Aberration und jede Unschärfe des Grundobjektivs. Genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen – und genau hier glänzt die Version II des Canon EF 100-400mm L.


Optische Konstruktion gegen Farbsäume

Canon hat bei der Version II dieses Super-Telezooms einen immensen Aufwand betrieben:

  • 21 Elemente in 16 Gruppen: Ein komplexes Design, das über den gesamten Zoomberreich für Schärfe bis an die Ränder sorgt.

  • Fluorit- und Super-UD-Glas: Um die im Gegenlicht extremen chromatischen Aberrationen (Farbsäume) zu bekämpfen, verbaut Canon eine echte Fluorit-Linse sowie ein Super-UD-Element (Ultra-Low Dispersion). Selbst am extremen 800mm-Ende gegen den hellen Himmel blieben die Kontrastkanten sauber und frei von störenden lila oder grünen Rändern.

  • Air Sphere Coating (ASC): Bei einer Flugshow fotografiert man zwangsläufig oft in Richtung Sonne. Die ASC-Vergütung minimiert Reflexionen von fast vertikal einfallendem Licht drastisch. Das Ergebnis sind kontrastreiche Bilder ohne störende Geisterbilder oder großflächigen Kontrastverlust (Flaring).


Mechanik, Handling und das Arca-Swiss-Manko

Im Vergleich zur Version I (Schiebezoom) setzt die Version II auf ein klassisches Drehzoom-System. Das erleichtert die Balance der Kamera-Objektiv-Kombination beim Verfolgen von Jets ungemein. Über einen mechanischen Torque-Einstellring lässt sich der Widerstand des Zoomrings stufenlos regulieren – perfekt, um ein unerwünschtes Ausfahren des Tubus (Zoom Creep) beim Blick in den Himmel zu verhindern.


Mit einem Gewicht von 1.570 Gramm, einer Länge von 193 mm und einem 77mm-Filtergewinde ist das Objektiv trotz der Leistung noch gut handhabbar. Die Stativschelle lässt sich praktischerweise abnehmen, während das Objektiv an der Kamera bleibt.

Kritikpunkt in der Praxis: Leider spendiert Canon dem Stativfuß ab Werk keine integrierte Arca-Swiss-Kupplung. Wer auf entsprechenden Stativköpfen oder Gimbals arbeitet, muss zwingend eine separate Schnellwechselplatte montieren.


Schutz der Frontlinse

Auf dem Flugfeld ist Staub und aufgewirbelter Dreck allgegenwärtig. Neben der Streulichtblende zur Kontrastoptimierung verwende ich grundsätzlich einen hochwertigen Schutzfilter. Das hat einen simplen Grund: In der Vergangenheit hat mir genau so ein Filter bereits ein wertvolles EF 200mm f/2.8L gerettet, nachdem es zu einem folgenschweren Stoß kam. Ein zerkratzter oder gebrochener Filter ist schnell ersetzt – eine zerstörte Frontlinse der L-Serie nicht.


Bildstabilisierung: Drei Modi für den perfekten Mitzieher

Handheld-Aufnahmen bei effektiven 800mm sind ohne Stabilisator ein Ding der Unmöglichkeit. Das optische IS-System der Version II kompensiert bis zu 4 Blendenstufen (im Vergleich zu mageren 1,5 Stufen beim Vorgänger). Für Mitzieher an der Flightline sind die drei wählbaren IS-Modi der Schlüssel zum Erfolg:

  1. Modus 1: Standardstabilisierung für statische Motive (gleicht Erschütterungen in alle Richtungen aus).

  2. Modus 2: Speziell für lineare Panning-Aufnahmen (Mitzieher). Das System erkennt die Schwenkbewegung und stabilisiert nur quer zur Bewegungsrichtung.

  3. Modus 3: Die Stabilisierung wird erst exakt im Moment der Auslösung aktiv. Das verhindert, dass der Sucher beim schnellen, unvorhersehbaren Verfolgen von wendigen Jets permanent "hinterherspringt", weil das IS-System gegen die eigene Bewegung ankämpft.


Der unerwartete Bonus: Pseudo-Makro mit 800mm

Ein genialer Nebeneffekt der Kombination mit dem 2x Extender betrifft die Naheinstellgrenze. Da ein Telekonverter die Brennweite verdoppelt, die physikalische Naheinstellgrenze des Objektivs von 0,98 Metern aber absolut identisch bleibt, verdoppelt sich der maximale Abbildungsmaßstab.

Aus den nativen 0,31x bei 400mm wird mit dem Extender eine 0,62x Vergrößerung. Am Boden in Florennes bedeutete das: Details von Triebwerken, Cockpit-Beschriftungen oder Helmdetails der Piloten ließen sich aus nächster Nähe in einer Detailtiefe isolieren, die schon stark an ein echtes Makro-Objekt erinnert.


Die technische Falle: Der elektronische Verschluss der EOS R5

Wer die maximale Serienbildgeschwindigkeit der EOS R5 von 20 Bildern pro Sekunde nutzen möchte, schaltet instinktiv auf den voll elektronischen Verschluss um. Bei einer Flugshow mit Propellermaschinen oder Helikoptern führt das jedoch unweigerlich in die Katastrophe – und auch ich musste mich im Eifer des Gefechts kurz selbst ermahnen.


Das Problem: Rolling Shutter (Jello-Effekt)

Der Sensor der Canon EOS R5 benötigt im voll elektronischen Modus etwa 16,3 Millisekunden (ca. 1/60 Sekunde), um die Daten Zeile für Zeile von oben nach unten auszulesen. Für extrem schnelle, rotierende Bewegungen ist das viel zu langsam.

Da sich ein Propeller oder Rotorblatt während dieser 16,3 Millisekunden rasant weiterdreht, wird es geometrisch verzerrt aufgezeichnet. Die Rotorblätter biegen sich wie Bananen oder scheinen völlig losgelöst vom Triebwerk in der Luft zu schweben.


Der Bit-Tiefe-Verlust

Ein weiteres technisches Detail, das in der Nachbearbeitung wehtut: Im rein elektronischen Modus schaltet die R5 die Farbtiefe der RAW-Dateien von 14-Bit auf 12-Bit herunter. Bei den ohnehin harten Kontrasten auf einem Flugplatz verliert man dadurch wertvollen Spielraum bei der Rettung von Lichtern und Tiefen.

Die Lösung für die Praxis: Nutze zwingend den mechanischen Verschluss oder den elektronischen ersten Verschluss (EFCS). Hier wird die Belichtung durch den physischen Vorhang beendet, was den Rolling-Shutter-Effekt eliminiert und die vollen 14-Bit Farbtiefe garantiert.


Fazit und Workflow-Tipp

Um im Feld nicht bei jedem Wechsel zwischen Jets und Propellermaschinen tief ins Menü abtauchen zu müssen, habe ich mir diese optimierten Einstellungen (EFCS, passender IS-Modus, Belichtungszeiten) fest im Individualmenü C2 der EOS R5 abgespeichert. So reicht ein kurzer Dreh am Moduswahlrad, um sofort schussbereit zu sein.

Das Canon EF 100-400mm L II beweist zusammen mit dem 2x Extender an der R5 eindrucksvoll, dass ein f/11-Setup im Jahr 2026 dank moderner Autofokus-Systeme und hervorragender optischer Korrekturen keine Notlösung mehr ist, sondern ein mächtiges Werkzeug für extreme Reichweiten. Man muss nur die physikalischen Grenzen des Sensors kennen und zu umgehen wissen.


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Pushing the Limits at 800mm: Testing the Canon EF 100-400mm L II with a 2x Extender on the EOS R5


Airshows are among the most demanding environments for both photographer and gear. When fighter jets scream past at near supersonic speeds, milliseconds determine whether you nail the perfect shot. For the 2026 Belgian Air Force Days at the Florennes Air Base, I decided on an extreme and somewhat risky setup: the legendary Canon EF 100-400mm f/4.5-5.6L IS II USM combined with the Canon Extender EF 2.0x III on the high-resolution Canon EOS R5.

In practice, this translates to a focal length of 200-800mm at a maximum aperture of f/9 to f/11. Could this setup withstand the brutal demands of the flight line, and what technical pitfalls lurk in the field? Here is my in-depth analysis.


The Human Element First: A Massive Thank You to Florennes

Before we dive into the raw specs, I want to share a moment from off the runway. I attended the event with my partner, one of her children, and my youngest son. While the on-site organization was excellent, the parking lot was a solid 20-minute walk from the main venue. Because my partner has a mobility impairment, this distance was an exhausting, agonizing struggle for her.

On our way back, we experienced a deeply human gesture: a Belgian Army troop transport unexpectedly pulled up beside us. A soldier stepped out and, without hesitation, offered to drive my partner and me back to the parking lot. When we overwhelmingly thanked him, he simply replied that it was completely normal behavior. Huge praise to the helpfulness and humanity of the Belgian troops on site!


The Optical Challenge: Why 2x Extenders Are a Gamble

Throwing a 2x teleconverter onto a lens is always an optical gamble in sports and aviation photography. While an extender doubles your focal length, it also multiplies every single optical flaw, chromatic aberration, and softness of the base lens. This is exactly where the wheat is separated from the chaff—and exactly where Version II of the Canon EF 100-400mm L truly shines.


An Optical Formula Against Color Fringing

Canon put an immense amount of effort into the Version II of this super-telephoto zoom:

  • 21 Elements in 16 Groups: A complex design that ensures edge-to-edge sharpness across the entire zoom range.

  • Fluorite and Super UD Glass: To combat the extreme chromatic aberrations (color fringing) that occur when shooting backlit subjects, Canon incorporated a genuine Fluorite element alongside a Super UD (Ultra-Low Dispersion) element. Even at the extreme 800mm end against a bright sky, contrast edges remained clean and entirely free of distracting purple or green fringing.

  • Air Sphere Coating (ASC): At an airshow, you are inevitably shooting toward the sun quite often. The ASC coating drastically minimizes reflections from nearly vertical incident light. The result is high-contrast images without distracting ghosting or widespread loss of contrast (flaring).


Mechanics, Handling, and the Arca-Swiss Flaw

Unlike Version I (which used a push-pull mechanism), Version II features a classic rotational zoom system. This makes balancing the camera-lens combo immensely easier when tracking jets. Furthermore, a mechanical torque adjustment ring allows you to seamlessly regulate the friction of the zoom ring—perfect for preventing "zoom creep" when pointing the lens up at the sky.

Weighing in at 1,570 grams, with a length of 193mm and a 77mm filter thread, the lens remains highly manageable despite its performance. The tripod collar is also conveniently fully detachable while the lens is mounted to the camera.

A Practical Critique: Unfortunately, Canon does not include an integrated Arca-Swiss compatible base on the tripod foot out of the box. If you work with Arca-Swiss tripod heads or gimbals, you are forced to mount a separate quick-release plate.


Protecting the Front Element

On an airfield, dust and kicked-up debris are everywhere. Alongside the lens hood (which I use to optimize contrast), I always attach a high-quality protective filter. There’s a simple reason for this: in the past, a filter just like it saved a valuable EF 200mm f/2.8L from a devastating impact. A scratched or shattered filter is easily replaced; a destroyed L-series front element is not.


Image Stabilization: Three Modes for the Perfect Pan

Shooting handheld at an effective 800mm is virtually impossible without stabilization. The optical IS system on Version II compensates for up to 4 shutter speed stops (a massive leap from the meager 1.5 stops of its predecessor). For panning shots along the flight line, the three selectable IS modes are the key to success:

  1. Mode 1: Standard stabilization for static subjects (corrects vibrations in all directions).

  2. Mode 2: Calibrated specifically for linear panning shots. The system detects your panning motion and only stabilizes perpendicular to your direction of movement.

  3. Mode 3: Stabilization only activates at the exact moment of exposure. This prevents the viewfinder from constantly "jumping around" when you're quickly and unpredictably tracking agile jets, as the IS system isn't fighting your own movement.


The Unexpected Bonus: Pseudo-Macro at 800mm

A brilliant side effect of pairing this lens with the 2x extender relates to the minimum focusing distance. Because a teleconverter doubles the focal length while the physical minimum focusing distance of the lens (0.98 meters) remains absolutely identical, the maximum magnification is doubled.

The native 0.31x magnification at 400mm turns into a 0.62x magnification with the extender. On the ground at Florennes, this meant I could isolate jet engine details, cockpit lettering, or pilot helmets from a close distance with a level of detail that heavily rivals a true macro lens.


The Technical Trap: The EOS R5's Electronic Shutter

If you want to utilize the EOS R5's maximum burst rate of 20 frames per second, your instinct might be to switch to the fully electronic shutter. However, at an airshow featuring propeller planes or helicopters, this inevitably leads to disaster—and I had to quickly remind myself of this in the heat of the moment.

The Problem: Rolling Shutter (The Jello Effect)

In fully electronic mode, the sensor of the Canon EOS R5 takes about 16.3 milliseconds (roughly 1/60th of a second) to read the data line by line from top to bottom. For extremely fast, rotating movements, this is simply too slow.

Because a propeller or rotor blade continues to spin rapidly during those 16.3 milliseconds, it is recorded with geometric distortion. The rotor blades bend like bananas or appear completely detached from the engine, floating in mid-air.


The Drop in Bit Depth

Another technical detail that hurts during post-processing: in fully electronic mode, the R5 drops the color depth of its RAW files from 14-bit down to 12-bit. Given the already harsh contrasts on an airfield, you lose valuable leeway when trying to recover highlights and shadows.

The Practical Solution: You must use the mechanical shutter or the Electronic First-Curtain Shutter (EFCS). Here, the exposure is ended by the physical curtain, which eliminates the rolling shutter effect and guarantees the full 14-bit color depth.


Conclusion and Workflow Tip

To avoid diving deep into the menus every time I switch between jets and propeller planes in the field, I saved these optimized settings (EFCS, the appropriate IS mode, and shutter speeds) directly to the Custom Mode C2 on my EOS R5. Now, a quick turn of the mode dial is all it takes to be instantly ready to shoot.

Paired with the 2x extender on the R5, the Canon EF 100-400mm L II impressively proves that an f/11 setup in 2026 is no longer a stopgap solution. Thanks to modern autofocus systems and outstanding optical corrections, it is a powerful tool for extreme reach—you just need to know the physical limits of your sensor and how to navigate them.

Pushing the Limits at 800mm: Testing the Canon EF 100-400mm L II with a 2x Extender on the EOS R5

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